Wie viele andere Einrichtungen wurde die Kirche im Zuge der großen Reformprogramme Josefs II aufgelöst und seit dieser Zeit für profane Zwecke verwendet – so beherbergte dieses Haus unter anderem eine Fabrik und ein Kino. Unter diesem Gesichtspunkt ist der künstlerische Prozess der uns hier vorgestellt wird als Profanierung zu lesen. Die Künstler geben uns „Symbolisch“ etwas wieder das dem realen Warenkreislauf entzogen wurde und in der Regel unsichtbar bleibt. Wer von Ihnen wusste dass täglich Tonnen von Brot gesammelt und zu Dünger verarbeitet werden? Freilich ist dies nur ein Moment - ein Ereignis - das Brot wird ja wieder eingesammelt und dann mit einiger Verzögerung seiner Letztbestimmung zugeführt. Geschickt nützen die Künstler diese Prozesse die ja auch in der bildenden Kunst eine entscheidende Rolle spielen. So sakralisiert zum Beispiel die so genannte "Pop Art" Alltagsgegenstände die durch ihre Präsentation in musealen Räumen zu Wertgegenständen werden und dadurch dem Gebrauch entzogen sind. Dieses Spiel von Heiligem und Profanem deutet aber auch auf die metaphysische Herkunft von Ökonomie.