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Qubik Info
Eventflyer
Mit ihrer Intervention eine Landschaft aus Brot in einem Kirchenraum zu gestalten löst Qubik, eine Gruppe von 8 Künstlerinnen und Künstlern, wohl bei den meisten von uns Besuchern nahe liegende Assoziationen aus. Ist doch die Verbindung von Brot als Symbol und dem christlichen Glauben den meisten von uns geläufig. Jesus selbst verwies doch auf seine Anwesenheit bei jedem gemeinsamen Abendmahl. Und das gebrochene und verspeiste Brot ist ja im katholischen Ritus der Ort des Anwesens des Gottessohnes. Brot in eine Kirche zu bringen und dort zu lagern und auszustellen ist eine klare Aussage. Aber abgesehen von diesem Bezug verweist diese Arbeit auf ein anderes Phänomen. Das verwendete Brot ist „Abfall“, der in den Supermärkten übrig gebliebene Tagesrest. Dieser wird nach Kassenschluss in Containern gesammelt und dann per Transporter zur Wiederverwertung als Biodünger geführt. Diesen Kreislauf unterbrechen die Künstler und machen dadurch diesen Prozess für uns sichtbar. Das Brot das wir hier sehen hat keinen ökonomischen Wert mehr. Ab dem Zeitpunkt der Entfernung aus dem Verkaufsregal gibt es keine Relation zu Geld - es kann nicht mehr erworben werden. Zu meinen dass die Schaustellung in der Kirche eine „Sakralisierung“ des Brotes wäre wird durch die Tatsache widerlegt dass dieses  Gotteshaus seit dem 18. Jahrhundert profaniert ist.

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Qubik - Multiple Spaces

8 Artists - 1 Work - 8 Positions

Introduction by Boris Manner